Das Leben ist zu lang

jetzt im Programm

Keine Krise ist so verhängnisvoll, überwältigend und ungerecht, wie die von Alfi Seliger (Markus Hering). Der jüdische Filmemacher, Hypochonder und Familienvater steckt bis zum Hals in Problemen: seine pubertierenden Kinder Romy (Hannah Levy) und Alain (David Schlichter) finden ihn lächerlich, seine Ehefrau Helena (Meret Becker) wäre froh, sie fände ihn nur lächerlich, seine Bank geht insolvent und sein neues Filmprojekt stößt nur schwer auf Gegenliebe. Alfi gerät immer tiefer in ein Netz von Verschwörungen. Natasha (Veronica Ferres), die spielwütige Gattin des Produzentenmoguls (Hans Hollmann) stellt ihm genauso nach, wie der einstige deutsche Weltschauspieler Georg Maria Stahl (Gottfried John). Aus Freund wird Feind, aus Hoffnung wird Paranoia und als ihm selbst sein Psychiater (Udo Kier) rät, seinem Leben ein Ende zu machen, versucht Alfi Seliger einen theatralischen Abgang. Aber wie es sich für einen geborenen „Nebbich“, einen liebenswerten Versager, gehört, misslingt ihm selbst das – er überlebt und erwacht nur scheinbar in seinem alten Leben...

Völlig unerwartet wendet sich plötzlich alles zum Guten, eine Versuchung jagt die nächste, alte Träume werden wahr – aber ist das alles echt? Alfi hadert mit seinem Schicksal und als er es herausfordert, beginnt sein mutigstes Spiel.

Nach Dani Levys vielfach ausgezeichneten Filmen ALLES AUF ZUCKER! und MEIN FÜHRER gerät auch in DAS LEBEN IST ZU LANG die Welt aus den Fugen. Humorvoll und lakonisch entfaltet sich ein Panoptikum über Irrungen und Wirrungen von Menschen mit Idealen, eine philosophische Skizze über Sein und Schein, über den Menschen als Spielball des Lebens…

DAS LEBEN IST ZU LANG ist Levys bislang persönlichster Film. Selbstironisch, ehrlich und mit gewohnt liebevollem, intelligentem Humor führt er Alfi Seliger durch sein turbulentes Leben. Mit Markus Hering feiert der Film einen im Kino bislang kaum entdeckten Schauspieler als großes Komödientalent. Er ist umgeben von einem erfrischend unkonventionellen Ensemble: Meret Becker, Veronica Ferres, Yvonne Catterfeld, Heino Ferch, Udo Kier, Justus von Dohnányi, Elke Sommer, Kurt Krömer, Hans Hollmann und Gottfried John sowie die jungen Schauspieler David Schlichter und Hannah Levy.

 

Babys

jetzt im Programm

Sie heißen Ponijao, Bayar, Mari und Hattie. Geboren in Namibia, in der Mongolei, in Japan und in den USA. Einfühlsam begleitet die Kamera die neuen Erdbewohner vom ersten Atemzug bis zu den ersten Schritten auf wackeligen Beinen. Zwei von ihnen leben fernab der Zivilisation, die beiden anderen mitten in der Großstadt. Sie sind Einzelkind oder Teil einer Großfamilie. Doch so unterschiedlich ihre Herkunft ist, so verschieden die Kulturen sind, in denen sie aufwachsen – wenn Babys brabbeln, glucksen und lachen, klingt es überall auf der Welt gleich. In zeitlicher Abfolge dokumentiert der Film die Entwicklung der Kinder und macht in wunderbar authentischen Bildern deutlich, dass es keine Rolle spielt, ob sie in einer Jurte oder in einem Hochhaus-Apartment ihre Umgebung entdecken, lachen und weinen, Vertrauen und Ängste entwickeln, Geborgenheit suchen und Liebe finden. Denn im Laufe eines Jahres mausern sich alle vier Babys vom hilflosen Säugling zum selbstbewussten kleinen Individuum.

 

Männer im Wasser

jetzt im Programm

Fredrik, arbeitsloser Redakteur und ambitionierter Freizeit-Sportler, steckt tief in der Midlife-Crisis. Seine Ehe liegt in Scherben, seine Frau will die aufmüpfige Teenager-Tochter bei ihm abladen, um ihrer Karriere nachzugehen und nach einer katastrophalen Niederlage ist es auch noch um die Zukunft seines heiß geliebten Hockeyteams schlecht bestellt. Eine neue Herausforderung muss her! Aus einer Schnapsidee heraus eröffnet sich für Fredrik ein neues Betätigungsfeld: Synchronschwimmen. Zuerst glauben die Jungs aus seinem alten Hockey-Team an einen schlechten Scherz, aber Fredrik leistet harte Überzeugungsarbeit. Und nicht nur das: Kaum sind alle mit im Boot, träumt Fredrik, typisch Mann, auch gleich von der Teilnahme an den Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Berlin – als Schwedens offizielles männliches Team. Das Projekt unter dem Motto „Go for Gold“ hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – die Truppe hat keinen blassen Schimmer vom Synchronschwimmen...

 

Das letzte Schweigen

jetzt im Programm

Ein Neubaugebiet: Die 13-jährige Sinikka verschwindet genau an der Stelle, an der vor 23 Jahren ein anderes Mädchen verschwand, das später vergewaltigt und ermordet aufgefunden wurde. Die Eltern von Sinikka sind verzweifelt, und auch die Mutter der vor Jahren getöteten Pia wird wieder vom Schmerz eingeholt. Im Fall ermittelt der psychisch angeschlagene David, der sich noch nicht vom Tod seiner Frau erholt hat. Er wird unterstützt vom pensionierten Exkollegen Krischan, der den Fall Pia nie aufklären konnte.

Die Innenwelt dominiert die Außenwelt: In seiner Verfilmung des preisgekrönten Romans von Jan Costin Wagner um einen Mädchenmord und eine paralysierte Kleinstadt zeigt Baran bo Odar Schockzustände und Seelenabgründe, Triebstau und Schuld in einer reduzierten Bildsprache. Seine nicht leicht konsumierbare psychologische Anordnung verliert wie die Buchvorlage den Fokus und zeigt einige eindrucksvolle Skizzen mit hervorragender Ensembleleistung.

MICMACS
der neue Film von Jean-Pierre Jeunet

(Die fabelhafte Welt der Amélie, Delicatessen, Die Stadt der verlorenen Kinder, Mathilde)

jetzt im Programm

Eines Abends tritt Bazil (Dany Boon) vor die Tür seiner Pariser Videothek – nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus – mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille (Jean-Pierre Marielle), der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk (Julie Ferrier) weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen...

 

Das Konzert

jetzt im Programm

Andreï Filipov (ALEXEÏ GUSKOV) galt einst als Wunderknabe, als Dirigent des legendären Bolschoi-Orchesters feierte er Triumphe. Inzwischen ist er 50 Jahre alt und arbeitet immer noch am selben Haus – mittlerweile jedoch als Putzmann. Seine Weigerung während des kommunistischen Regimes – „Zionisten sind Volksfeinde!“ – jüdische Mitmusiker zu entlassen, hat ihn den Posten gekostet – und auch seinem besten Freund, dem Cellisten Sacha Grossman (DMITRI NAZAROV).

Seit jenen Tagen trinkt Andreï und ihn plagen Depressionen. Am schlimmsten sind aber die ewigen Demütigungen des Direktors, eines bornierten Apparatschiks, der seinem Ex-Star immer wieder höhnisch verspricht, ihn und sein Orchester demnächst zu reaktivieren. Da fällt ihm eines Tages, während er das Büro seines Chefs reinigt, zufällig ein Fax des Pariser Théâtre du Châtelet in die Hände. Der dortige Direktor Olivier Morne Duplessis (FRANÇOIS BERLÉAND) sucht händeringend Ersatz für die indisponierten Philharmoniker aus San Francisco.

Deswegen fragt Duplessis beim Bolschoi-Orchester nach, ob dieses Interesse und Zeit hätte einzuspringen. Kurzentschlossen steckt Andreï das Fax ein und löscht die dazugehörige E-Mail. Er beschließt, das Orchester in alter Besetzung wieder aufleben zu lassen und an Stelle des jetzigen in der französischen Metropole zu spielen. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Ex-Kollegen, sind in alle Winde zerstreut, arbeiten inzwischen als Möbelpacker, Taxifahrer, Straßenmusiker, Handyverkäufer und Flohmarkthändler – ja einer liefert sogar die Soundeffekte für Pornofilme.  

An der Seine bereitet man sich unterdessen fieberhaft darauf vor, das legendäre Orchester zu empfangen. Es gilt vor allem, die französische Geigerin Anne-Marie Jacquet (MÉLANIE LAURENT) zu kontaktieren. Andreï hat für seine Teilnahme nämlich eine Bedingung gestellt: Das  junge Talent soll ein Solo beim Auftritt des Orchesters spielen. Derweilen macht sich die wilde  Truppe auf den Weg in den Westen, eine Reise mit höchst ungewissem Ausgang ...

 


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